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1982-1983: Benelli 650 S Tornado GAAAS (2. und letzte Ausbaustufe)

Nach dem 1. Prototyp aus dem Vorjahr, bei dem sich die Frisier- und Umbaumassnahmen noch darauf beschränkten, der Maschine einen sportlichen Look zu verpassen, ging es nun in die Vollen.

  • Hubraumerweiterung durch Aufbohren der Zylinder (ca. 680 cc).
  • Hochverdichtende Kolben eines Lotus Rennwagens, Anpassung des Kolbenbodes und der Ventiltaschen.
  • Einbau einer zweiten Ölpumpe (angetrieben durch Nockenwelle) mit einem komplett neuen, erweiterten Ölkreislauf. Davon wird der Ventiltrieb geschmiert und über ein Röhren- und Düsensystem Öl zur Kühlung von unten in die Kolben gespritzt.
  • Erweiterung der Zylinderkopf Ein- und Auslasskanäle, Einbau grösserer Ventile, Anpassung der Ventilfedern.
  • Erleichterung des kpl. Ventiltriebs (Kipphebel, Federteller aus Aluminium).
  • US Rennvergaser.
  • Umbau der Duplexbremse vorne von Seilzug auf komplett hydraulische Betätigung.
  • S&W Federbeine hinten.
  • Rahmen an div. Stellen verstärkt und kunststoffbeschichtet.
  • Mechanischer Lenkungsdämpfer. 
  • ...usw...

Diesmal alles ohne TÜV, dafür aber mit noch geilerem Sound und Dampf.

Hier sehr schön zu sehen: Das Verteilerstück mit den Druckschläuchen für den neuen Ölkreislauf.

Hier sehr schön zu erkennen: die US-amerikanischen Flachschieber Rennvergaser. Sie besitzen kein Leerlaufdüsensystem. Die Kraftstoffzufuhr wird nur durch die stufenlos verstellbare Düsennadel eingestellt und geregelt.

Auch erkennbar: der Aluminium-Ölabscheider. Die Motorentlüftung bläst über den dicken Gewebeschlauch in das Abscheider-Gehäuse. Durch den Sog des rotierenden Kupplungskorbes wird im Abscheider befindliches Öl zurück in das Motorgehäuse befördert.