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Kapitel 2 - In Montenegro

Am Mittwoch, den 11. Juni, reisen wir (das erstemal) nach Montenegro ein. Die Beamten lassen sich Zeit, sitzen im Schatten bei kühlen Getränken, während wir erstmal ein paar Minuten in der prallen Sonne schmoren. Die Kontrolle ist streng (Helm abnehmen, Fahrzeugpapiere, grüne Versicherungskarte), aber dann rollen wir in das Land der schwarzen Berge, das durch seine Bewaldung sogar im gleissenden Sonnenlicht seinem Namen alle Ehre macht.

Wir umrunden die Bucht von Tivat und von Kotor. Etwa 6 km vor Kotor steht plötzlich ein riesiges Schild an der Strasse: „Stari Mlinij“ (Alte Mühle). Ha! Was für ein Zufall. Es ist um die Mittagszeit und wir stehen genau an der Einfahrt zum Restaurant „Alte Mühle“ aus der TV-Reportage. Nix wie rein. Während ich noch das Motorrad parke und wir die durchgeschwitzten Helme auswringen, spricht uns ein junges Paar an. Es ist der Besitzer des Restaurants, und er erklärt uns ausführlich und in fliessendem Englisch, was wir uns in Montenegro alles anschauen können. Er fährt selbst eine Harley, aber heute nicht, da nimmt er lieber den BMW mit Aircondition (grummel).

Restaurant "Alte Mühle" (Stari Mlinij). Restaurant "Alte Mühle" (Stari Mlinij).

Das schattige Gartenlokal wird von einem quirligen Bergbach durchflossen, der hinter dem Restaurant direkt ins Meer mündet. Angenehme Kühle breitet sich unter den Bäumen aus. Die Tische sind mit feinsten Stoffen gedeckt, blinkende Gläser und kunstvoll geformte Servietten stehen für die Gäste bereit. Das alte Mühlrad aus dem 16. Jahrhundert rotiert noch immer gelassen vor sich hin, auch wenn es heute nichts mehr antreiben muss.

Schuhe aus (dampf). Fischsalat für mich, Spaghetti für Hanne, dazu wieder mal anderthalb Liter Wasser. Schade, dass wir jetzt nicht in sauberen Klamotten und frisch geduscht einen köstlichen Wein aus der Region geniessen dürfen.