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Montag 15.08.2016

Morgens um kurz nach 08:00 Uhr geht es los. Die Luft ist frisch, es hat 16 Grad Celsius, die Sonne scheint. Ideales Tourenwetter! Ich fahre über den Spessart nach Nordosten, nach zweieinhalb Stunden habe ich bereits die halbe Rhön durchquert und bin in die Thüringische Rhön eingetaucht. Es ist insgesamt sehr wenig Verkehr, weil bei uns in Bayern immer noch Sommerferienzeit ist. Mit einem Wort: es läuft einfach.

Überhaupt liebe ich die Urlaubszeit in Deutschland. Denn dann ist nicht nur wenig Strassenverkehr, sondern insgesamt geht es bei uns sehr beschaulich und entspannt zu. Da macht es sogar Spass, in den Supermarkt zu gehen!

Es läuft so gut, dass am frühen Nachmittag sogar bereits der Harz hinter mir liegt. Je mehr Kilometer ich heute mache, desto entspannter wird der Tag morgen. Also weiter! Aber bis Magdeburg ist die Landschaft durch Sachsen-Anhalt reichlich dröge: endlose Felder, auf denen die Mähdrescher das Korn einfahren, dazwischen riesige Windparks, so weit das Auge reicht. Brauchen wir die wirklich alle? Ist da nicht auch viel Spekulation im Spiel – angefangen bei Bauern, die ihre Ländereien verkaufen oder verpachten bis hin zu Technologiekonzernen, die lecker Subventionen einstreichen?

Jetzt stehe ich vor Magdeburg. So weit hatte ich es für heute gar nicht geplant! Hier war ich noch nie, darum fahre ich ganz bewusst und geplant auf „grosser Stadtrundfahrt“ durch das Zentrum von Magdeburg. Mein Eindruck: eine saubere, herausgeputzte und moderne Stadt.

Weiter ausserhalb gestaltet sich die Zimmersuche schwierig. Entweder werden Preise verlangt, die ich nicht bezahlen will (ab 70 EUR aufwärts), oder der Gasthof hat geschlossen. Und zwar nicht nur heute, sondern schon seit längerer Zeit und für immer. Nach Nachfrage bei einigen Einheimischen in einem Dorf lande ich schliesslich in Wollmirstedt an einer grossen Esso Tankstelle, bei der sich auf dem angrenzenden Gelände die „Raststätte B 189“ befindet. Es ist eine Art Trucker-Gaststätte, die auch Zimmer anbietet. Die Gaststätte ist sauber und aufgeräumt, nettes Personal. Faire Preise für Essen und Zimmer (30 EUR das Einzelzimmer mit Frühstück).

Raststätte B 189.

Ich komme mir vor wie in einem amerikanischen Motel. Die ganze Nacht über leuchtet mir der riesige Werbemast von draussen ins Zimmer. Den lidschäftigen Rollo konnte ich abends noch dazu bewegen, sich herabzulassen. Aber am nächsten Morgen finde ich nicht heraus, wie sich das blöde Ding wieder in die Höhe ziehen lässt.

Heute gefahren: 516 km