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  • 1979: Benelli 650 S Tornado - und ohne Helmpflicht.

Es war einmal ... oder wie ich zum Mopped kam.

Mich hat als Jugendlichen irgend so ein Bakterium mit lebenslänglicher Abhängigkeit infiziert, schon als 12jährigen. Wenn ich dieses Miststück erwische!

Damals schoben wir NSU Quickly Mopeds durch den Wald. Von Tuten und Blasen hatten wir keine Ahnung, aber davon ganz besonders viel. Irgendwie sollte doch die Zündkerze funken, wenn sich der Kontakt schliesst, oder? Dass es genau andersrum richtig ist, erschloss sich mir damals noch nicht wirklich.

Und weil das einzige Werkzeug, das ich hatte, Vaters Rohrzange war, wurden damit die Kühlrippen am Zylinderkopf abgeschlagen, weil man ja sonst nicht an die Muttern kam, die den Zylinderkopf auf den Stehbolzen festhielten (Mein Gott, was für ein Frevel!). Jetzt konnte man die Rohrzange an die Muttern ansetzen - Prima! Dass nach Abheben des Zylinderkopfs die Kopfdichtung hinüber war, störte nur am Rande. Die wurde dann einfach durch Zeitungspapier ersetzt. Leider war die Halbwertszeit dieser Art Dirchtung nicht so wirklich überzeugend. Aber das machte im Moment noch nichts - das wusste ich ja noch nicht, weil das Moped ja (noch) gar nicht lief...

In dieser Art ging es weiter. Bei Nacht und Nebel wurden vor der Haustüre in eisiger Kälte Bowdenzüge angefertigt (Schuppen oder gar Werkstatt - was ist das?). Eigentlich handelte es sich immer nur um den Gaszug, denn wie eine Bremse funktionierte, wusste ich nicht, und war ausserdem zweitrangig. Und Geld hatte auch keiner, um Werkzeug oder Material zu kaufen. Einen Nobelpreis für den Erfinder der Rohrzange!

Einige Quickly's, DKW's und NSU OSL's später (sowas lag zu dieser Zeit im Wald und auf den öffentlichen Schuttplätzen zwischen Autoreifen und Kühlschränken rum) kaufte mir Mutter ein Mofa Hercules M5 mit Zweigang Handschaltung. Ein nagelneues Fahrzeug, an dem alles funktionierte! Ich war der König!

Aber das eingangs erwähnte Bakterium war mittlerweile mutiert und hatte den 4-Takt Bazillus nachgeschoben. Was eine Nockenwelle ist und dass dieses Ding nicht in willkürlicher Stellung eingebaut werden darf, lernte ich unter Schmerzen an einem 98ccm NSU Fox Viertaktmotor. Da war der nachfolgende Heinkel Tourist Roller fast schon Spielerei. Aber die Fox und der Heinkel waren die ersten Fahrzeuge, mit denen ich hochoffiziell und mit frischem 1er Führerschein unterwegs sein konnte.

Wenn da nur nicht immer dieser "Leistungswahn" gewesen wäre! Irgendwie musste immer was stärkeres her! In der inzwischen vorhandenen Garage stand nie ein Auto - da hatte ich mich mit allem ausgebreitet, was zum Lebenserhalt eines Krades notwendig war. Und so wurden aus auf den Hund gekommenen Eisenhaufen wieder gut fahrbare Schätzchen aufgepäppelt: Honda CB 500 Four, Kawasaki Mach III, BSA Victor (und einige andere, die aufgrund der konstanten Öllachen aus meinem Gedächtnis gerutscht sind).

Mangels Automobil (wollte ich auch gar nicht) gurkelte ich dann lange Zeit mit einer Honda Dax ST70 und einer DKW RT 175 bei jeder Jahreszeit zur Lehrstelle. Thermokleidung? GoreTex? Fahreranzug? AllSeason-Gedingsbums? Gab's nicht und wäre auch unerschwinglich gewesen. Da wurden 2 lange Unterhosen angezogen, und die 3 Pullover unter der imitierten Kunstlederjacke gaben mir ein wahrhaft bodygestyltes Aussehen. Ob es wirklich geholfen hat? Ich weiss nicht - ich bin immer wie ein Eiszapfen und steckesteif gefroren angekommen.

Dann kam der Hammer: eine Benelli Tornado 650 S. Geil, wenn der Zweizylinder die Luft in die offenen Ansaugtrichter gerüsselt hat, und der Motor seine Lebensfreude aus den halboffenen Lafranconis in's Freie schrie. Alles original und mit TÜV! Heute würde wohl jedem TÜV-Prüfer der Herzschrittmacher explodieren, und jeder Streifenpolizist würde die Frührente einreichen.

Nach einer mehrjährigen Moped-Pause ging es nun für die nächsten 20.000 km auf einer 200er Vespa weiter. Bedingt durch finanzielle Schwäche (Nachholung des Abiturs auf dem 2. Bildungsweg) war einfach nicht mehr drin. Aber ich muss sagen: die Vespa hat richtig Spass gemacht! Letztlich schlug dann aber doch wieder der 4-Takt Bazillus zu: 10 Jahre lang trug mich die BMW R 100 GS überall hin, mehr als 100.000 km weit.

Es folgten eine BMW R 1150 GS (1 Jahr/20.000 km), dann eine BMW R 1150 GS Adventure (warum können die das Ding nicht gleich so bauen?) für 50.000 km, und nun treibe ich die Yamaha XT1200Z durch die Gegend. Das Biest ist richtig gut!

History of Mopeds

1972: NSU Quickly

1972: NSU Quickly  

Man beachte den hochgezogenen Auspuff. Dieses Auspuffrohr ist der ehemalige Ansaugrüssel eines Staubsaugers (Flansch zum Staubbeutel ist eindeutig zu erkennen).

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1977-1978: Heinkel Tourist

1977-1978: Heinkel Tourist  

Der komfortable Langstrecken-Reisedampfer, mit dem wir auch (weil noch ohne offiziellen Führerschein) zu dritt, ohne Zulassungsplakette, dafür mit 2 Kisten Bier unterwegs waren.

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1977-1978: NSU Fox 98 cc

1977-1978: NSU Fox 98 cc  

"Saubankert!" war Christof's Urschrei, den er mir entgegenbrachte, als er hochempört per Mofa bei mir anknatterte, um mich rundzumachen, nachdem ich die rudimentären Einzelteile der Fox aus Sicherheitsgründen aus seiner Garage in meine Garage umgelagert hatte.

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1978: Honda Dax ST 70

1978: Honda Dax ST 70  

Von der Dax gibt es leider keine weiteren Bilder. Sie war die Zuverlässigkeit und der "Arbeitsmuli" gleichermassen in Person. Und sie war immer gut gelaunt und hat dadurch gute Laune verbreitet!


1978 - 1979: DKW RT 175

1978-1979: DKW RT 175  

DKW - das kleine Wunder. Schiebt man's den Berg rauf, läuft's von alleine runter. Vor allem, wenn die aus Curil angefertigte Kopfdichtung des Vorbesitzers unter lautstarkem Protest die Arbeit einstellte.

Trotz allem das erste zuverlässige Motorrad, mit dem ich lange Zeit zur Arbeit knatterte (wie bei Werner).

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1979: BSA Victor 250 Trail

1979: BSA Victor 250 Trail  

Die Leute von der Insel sind schon ein merkwürdiges Volk. Sie fahren auf der falschen Strassenseite und bringen eigenartige Technik unter's Volk. Einerseits ein hochfeines, geschmiedetes Aluminium Pleuel, andererseits ein Lichtmaschinen-"Regler", bestehend aus einer einzigen, fetten Diode, die den von der Lichtmaschine gelieferten Strom gnadenlos verbrät und in Wärme umwandelt. Und für einen richtigen "Dampfhammer" Charakter hatte die Maschine wohl zuwenig Hubraum. Trotzdem interessant, auf jeden Fall exotisch.


1979: Benelli 650 S Tornado

1979: Benelli Tornado 650 S  

Gesehen, mich verknallt, gekauft und in vier Monaten 18.000 Kilometer runtergeschrubbt.

Ein echter Hammer, wenn es dir beim Gasaufreissen bald die Ei.. in die offenen Ansaugtrichter gezogen hat, dazu das röchelnde Rüsseln und ein tiefes Geballere aus den halboffenen Lafranconis (alles original und mit TÜV).

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1981: Benelli 650 S Tornado GAAAS

1981: Benelli Tornado 650 S GAAAAS  

In dieser Maschine steckt mehr, dachte ich, nachdem ich meine erste Tornado aus mir heute unbegreiflichen Gründen verkauft hatte. Glücklicherweise fand sich eine andere (mehr als heruntergekommene) Benelli gleichen Typs...

Tuningstufe A: der 1. Prototyp...

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1982-1983: Benelli 650 S Tornado GAAAS

Tuningstufe B: die 2. Ausbaustufe...

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1986-1990: Vespa P 200

1986-1990: Vespa P 200  

Ein Student hat's nicht leicht - aber zwei Räder mussten es auch diesmal sein (mehr ging auch nicht). Die Vespa hat mich auch 20.000 Kilometer begleitet, sogar bis nach Südfrankreich (mit 90 kg. Beifahrer, Zelt und allem drum und dran).

Die anspruchsvollste Strecke führte von Weilbach nach Schweinfurt, nachts um 11 Uhr, bei strömendem Regen, und mit einem BMW Boxer Motor auf dem vorderen Gepäckträger!


1991-2000: BMW R100GS

1991-2000: BMW R100GS  

04. Dezember 2000: Der Tachometer zeigt 100.000 Kilometer.

Dieses Motorrad hat mich überall hin begleitet: kreuz und quer durch Deutschland, Frankreich (ich weiss nicht, wie oft), Italien, Luxemburg, Griechenland, Türkei, Tschechei, Slowakei, Kroatien, Finnland, Litauen, Lettland, Estland und Russland.

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Januar 2001-Februar 2002: BMW R1150GS

Innerhalb eines Jahres 19.000 km gefahren - diese Maschine machte unglaublich viel Spass, wenn sie auch zu zweit und mit Gepäck nachdrücklich in die Spitzkehren der Alpenpässe gezwungen werden musste.

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März 2002 - Juni 2010: BMW R1150GS Adventure

Im Gegensatz zur normalen 1150 GS ein unglaublicher Unterschied! Fährt sich wie ein Mofa, kurz übersetzt und spurtstark.

Die normale GS ist schon ein Schwein - aber die ist das ÜBERSCHWEIN!

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Juni 2010 - xxxx: Yamaha XT1200Z Super Tenere

Juni 2010 - xxxxx: Yamaha XT1200Z Super Tenere  

Habe ja geraume Zeit mit einer 1200er BMW GS geliebäugelt. Sicher robuste und ausgereifte Technik, aber irgendwie hat beim Design wohl der Computervirus im CAD System zugeschlagen. Eine Beleidigung für jedes Auge. Daher, und weil es ja nun endlich auch eine Alternative zur GS gibt:

Willkommen Super Tenere!

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To be continued ... irgendwann ...