Menü
  • Deutschland | Elbsandsteingebirge.

  • Polen | Unterwegs nach Zlotoryja.

  • Polen | Die Oder bei Prawikow.

  • Polen | Masuren | Wolfsschanze.

  • Polen | Bialowieskazer Heide | Grenzgebiet zu Weissrussland.

  • Polen | Terespol | Camping nahe Weissrussland.

  • Polen | Oswiecim (Auschwitz) | Gedenktafel.

Oder bis Masuren

Weiter nach Nordosten, durch Wiesen und Wälder
Mähdrescher bei der Arbeit auf goldgelben Feldern.
Erholsam sind lange und weite Alleen
Und überall Störche und auch kleine Seen.

Wie ist’s mit den Störchen, sind die eigentlich essbar?
Man müsst’s mal probieren, vielleicht auch nur halb gar.
„Einen halben Storch, mit Frytki“, so witzeln wir hungrig,
Denn nur polnisch Wurst und Brötchen macht schwummrig.

Auf dem Lande, wo wir unterwegs sind, und das fehlt mir hier
Gibt’s immer nur Bars, und da auch nur Bier.
Das Bier ist zwar billig, und das leuchtet ein,
Doch besser noch wär mal ein guter Wein.

Kaffee wird gemacht nach türkischer Art
Nur selten geniessbar, und das ist sehr hart.
Restauracias gibt’s nur in den Städten
Und dann oft nur Fast Food, was wir nicht gern hätten.

So bleibt’s beim Einkauf im Laden von Emmas Tante
Die gibt’s in jedem Dorf, so wie man das kannte.
Polnische Wurst mit richtig viel Fett
Gibt um den Bauch den richtigen Speck.

In der Mitte von unserem Polen-Revier
Ist die Landschaft flach und eben und ohne viel Flair.
Nur die Störche halten eisern die Stellung
Und Christof’s Getriebe kracht – du liebe Gesellen!

Da, wo nicht viel Tourismus kommt hin
Ist Camping nur zu ertragen mit Wodka und Gin.
Den Beitritt eines Landes zu der EU
Müsste man auch prüfen anhand des Zustands vom Klo!!

Drum weiter nach Norden und Osten auf alten Spuren
Am nächsten Tage erreicht man Masuren.
Hügel und Wälder, eingebettet in hunderte von Seen –
Ein Märchenland wie von Elfen und Feen.

Mit Farben satt von Grün und von Blau
Und wenig Touristen und ganz ohne Stau.
Mit Strässschen so winklig und eckig, das lob ich mir
Die Federung macht ihren Meister – DAS Endurorevier.

Die schönste Stadt ist Mikolajki mit Camping „Wagabunda“
Hier machen wir Rast, denn alles ist gut da.
Leider ist’s nix mit Ruhe, denn die Disco macht Krach
So schläft man nur wenig und liegt lange wach.

Mit Salut saufe ich in den Morgenstunden ab.
Wie Käptn Ahab, der Regen, der hält mich auf Trab.
Kaffee gibt’s in der Bar leider erst um halb elf
Und mein Zelt ist nur noch ein Schatten seiner selbst.

Gottlob gibt’s auch Hütten mit Dusche und Klo
Und das macht Christof und mich sehr froh.
Der Umzug wird erledigt, das dauert nicht lang
Und so kann’s regnen, da wird uns nicht bang.

Die nächsten zwei Tage kreuzen wir durch’s Revier
Auf Strassen und Schotter, schön ist es hier!
Die Wolfsschanze, Hitler’s Führungsquartier
Liegt auch auf dem Weg, und das besuchen wir.

Die Landschaft ein Traum, mit Seen und Wiesen
Und Birken und Fichten und Eichen und Wäldern.
Ein Urlaubsgebiet für die Familie mit Kind
Und Christof geht zum Frisyerski – der spinnt!

Achtung, Storch! Achtung, Storch!
Weiter nach Osten. Weiter nach Osten.
Liebevoll gestaltetes Cafe und Bar in Masuren. Liebevoll gestaltetes Cafe und Bar in Masuren.
An der Wolfsschanze. An der Wolfsschanze.
Christof nach Frisyersky. Christof nach Frisyersky.
Landschaft in Masuren. Landschaft in Masuren.