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Zu Hause bis Polen / Oder

Am Dienstag, den 27.07.2004 ging’s los
Der Abschied von meinem Bärchen, der besten aller Sozias, war gross.
Seit langem mal wieder solo unterwegs zu sein
War für mich ganz fremd, und ich fühl mich allein.

Am Abend bei Christof – die Stimmung ist gut
Nur blöd, wenn man seine Sachen nicht finden tut.
Der Reisepass abgelaufen, der Personalausweis weg
Dafür gibt’s zum Frühstück Eier mit Speck.

Nun aber los – die Strassen sind frei.
Sonnenfrische Morgenluft, man fühlt sich ganz high.
Die Boxer brabbeln mit dumpfem Gegroll
Im Vogelsberg packen wir die Tanks dann ganz voll.

Im Elbsandsteingebirge. Im Elbsandsteingebirge.

Auf kleinen Strassen nach Osten und im Thüringer Wald
Ist’s auf den Höhen und in den Wäldern manchmal noch kalt.
Beim Camping im „wilden Osten“ bei den Plothener Teichen
Halten wir lieber Abstand von den Tattoo-Bierleichen.

Am nächsten Tag, wir sind kaum unterwegs
Brennt an Christofs GS die Ladekontrolle stets.
„Das böse rote Lämpchen“ – los werden wir es nicht
Auch Reparaturversuche interessieren es nicht.

Bei BMW in Schleiz hilft man mit einem Regler aus
Aber der ist es auch nicht – da packt uns der Graus.
Die Hilfe ist gross: ein Termin mit der Niederlassung Dresden wird gemacht
Dort steh’n wir um halb fünf, gerad’ noch geschafft.

„Ei gugge da, der Rodor gehd nüschd“
Das böse rote Lämpchen – es nie mehr erlischt?
50 km weiter soll das Teil verfügbar sein
Schnell aufgepackt – heute muss es noch sein.

In Hohnstein in der Sächsischen Schweiz
Tauscht Zweirad Richter den Anker aus.
Aber weh uns allen und oh je und Graus
Das rote Lämpchen geht noch immer nicht aus.

Die Batterie bleibt hier über Nacht zum laden
Und wir gehn auf dem Campingplatz lagern.
In einer ruhigen Minute, mit Bier vor’m Motor
Werden falsch gesteckte Kabel getauscht, man stelle sich vor!

Bei der Boxer Reparatur. Bei der Boxer Reparatur.

Das böse rote Lämpchen erlischt
Und wir können weiter, am Morgen erfrischt.
Elbsandsteingebirge, spektakulärer Blick in die Tiefe
Vor zwei Jahren Notstandsgebiet und Hochwasser-Hilfe.

Nachmittags ist die Grenze zu Polen erreicht.
Währenddessen hat die Sonne im Helm unsere Birne erweicht.
Die Einreise geht schnell und unbürokratisch
Mal sehen, wie es hier so im Staat ist.

Auf kleinen Strassen und gutem Asphalt
Rollen die Kühe nach Zlotoryja – hier machen wir Halt.
Goldberg ist der ehemalige Name der Stadt
Wo Christofs Vater als Junge gewohnt hat.

Das Qubus Hotel nimmt uns auf für die Nacht
Und später streifen streifen wir durch die Stadt.
Beim Essen kommen wir ins Gespräch mit einem älteren Herrn
Es ist der Schlesier Karl, und er erinnert sich gern.

Er kennt Christofs Vater, ja das ist ne Wucht,
Vom Schlesiertreffen, das der hier besucht.
Der Worte werden gewechselt viele
Und eine Postkarte versandt – und herzliche Grüsse.

Wir überqueren die Oder auf unserer weiteren Fahrt
Die Fähre ohne Motor nur durch Strömung dem anderen Ufer sich naht.
Einfach und gut, kein Preis wird erhoben -
Ein schönes Erlebnis, mit Dank an die Polen.

In Zlotoryja (Goldberg). In Zlotoryja (Goldberg).
Überquerung der Oder. Überquerung der Oder.